| Schmetterlingsprojekt Dättlikon |
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Projektverantwortlicher: René Bertiller
Im Frühjahr und Sommer 2009 hat David Jutzeler die Tagfalter am Irchel kartiert. Damit wiederholte er im Auftrag des Vereins „Schmetterlingsförderung im Kanton Zürich“ Aufnahmen, die vor 20 Jahren stattfanden. In der Gemeinde Dättlikon standen zwei Arten im Zentrum des Interesses: Der Waldteufel (Erebia aethiops) und der Silbergrüne Bläuling (Polyommatus coridon).
Die Situation des Waldteufels ist im Vergleich zu 1990 erstaunlich stabil. Dabei sind über 50 Prozent der heutigen Flugstellen der Lichtwaldbewirtschaftung zu verdanken. Die Art wird oberhalb Dättlikon auch künftig nur gedeihen, wenn der Wald aufgelichtet oder offen gehalten wird und die feuchten Waldwiesen bestehen bleiben. Bis in die untersten Magerwiesen wird dieser Schmetterling erst dann vordringen, wenn die Waldsäume aufgelichtet werden. Deutlich schlechter stellt sich die Situation laut David Jutzeler beim Silbergrünen Bläuling dar: Die Art konnte nur an einer Stelle nachgewiesen werden. 1990 bis 1992 gab es noch zahlreiche weitere Fundstellen, die auch Böschungen des Forststrassennetzes umfassten. Alle diese Orte waren 2009 verwaist. Soll die Art wirksam gefördert werden, müssen in sonnenexponierter Lage magere Stellen mit Hufeisenklee, der Raupenfrasspflanze des Silbergrünen Bläulings, geschaffen werden. Aufgrund der Resultate der Tagfalterkartierung wurde für 2010 ein Projekt lanciert. Ziel ist es, dem Silbergrünen Bläuling und dem Waldteufel mehr geeignete Lebensräume zur Verfügung zu stellen und diese Lebensräume miteinander zu vernetzen. Als erste Massnahmen wurde eine knapp 1.5 ha grosse Waldfläche ausgelichtet. Sie verbindet die Lichtwaldstelle Koch und die gleichnamige Feuchtwiese im Wald mit dem Waldrand und den angrenzenden Magerwiesen. Dadurch gewann der Waldteufel neuen Lebensraum, während der bisher schmale Lebensraum des Silbergrünen Bläulings am Waldrand Stocketholz deutlich grösser wurde. Der Holzschlag wurde vom Privatwaldeigentümer und dem Revierförster gemeinsam angezeichnet und im Frühjahr 2010 ausgeführt. Dabei reduzierte man die Baumschicht auf 40 bis 50 Prozent Deckung und beseitigte die Strauchschicht, mit Ausnahme von Dornensträuchern und Weichhölzern. Um die Nachpflege zu erleichtern, räumte das Forstteam von Kurt Wirth die Fläche von herumliegendem Holz. Im Herbst 2010 wurden weitere Waldrandbereiche aufgelichtet, um die Vernetzung zwischen den Gebieten zu optmieren und die für den Silbergrünen Bläuling geeigneten Wiesenböschungen zu vergrössern.
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