Massnahmen

Je nach Projekt werden mit folgenden Massnahmen Schmetterlinge geschützt bzw. gefördert:

Anlage neuer Magerwiesen
Magerwiesen sind selten geworden, aber für zahlreiche Schmetterlingsarten überlebenswichtig. Mittels Oberbodenabtrag und anschliessender Direktbegrünung sowie Ansaat erstellen wir neue artenreiche Ruderalflächen und Wiesen.

Die gestaffelte Mahd der Magerwiesen garantiert, dass Falter und Raupen in die ungemähten Bereiche ausweichen können und Nektarpflanzen immer vorhanden sind.

Bekämpfung von Problempflanzen
Magerwiesen und Ruderalflächen brauchen Pflege, damit nicht einzelne Pflanzen überhand nehmen und seltenere Arten (oft Raupenfrass- und Nektarpflanzen) verdrängen. Goldrute, Buddleja, Berufkraut und weitere Pflanzenarten werden entfernt.

Auflichtungen und Pflege von lichtem Wald
Lichter Wald bietet einer Vielzahl von Schmetterlingsarten einen günstigen Lebensraum. Im Rahmen der Projekte werden günstige Waldstücke aufgelichtet und anschliessend gepflegt, d.h. möglichst offen gehalten.

Waldrandpflege
Waldränder sind ein wichtiges Verbindungselement zwischen (Lichtem) Wald und Magerwiesen. Ökologisch besonders wertvoll sind stufig und buchtig ausgebildete Waldränder.

Förderung von Schmetterlingspflanzen
Die Raupen einzelner Schmetterlingsarten fressen zum Teil nur an einer bestimmten Pflanze. Auch Falter haben gewisse Vorlieben bezüglich ihren Nektarpflanzen. Für Schmetterlinge und ihre Raupen wichtige Pflanzen werden mittels Ansaaten gefördert.

Heckenpflege
Hecken sind ein wichtiges Strukturelement, müssen aber von Zeit zu Zeit partiell zurückgeschnitten und verjüngt werden, um ihre ökologische Funktion optimal zu erfüllen.

Diese Massnahmen haben das Ziel, den Lebensraum von bedrohten Schmetterlingen zu optimieren.

Wiederansiedlung von seltenen Tagfalterarten
Ist ein Gebiet gut vorbereitet, werden nach gewissen Kriterien (Richtlinien für Wiederansiedlungen) Falter bzw. Raupen gezüchtet und wiederangesiedelt. In den letzten Jahren wurde z.B. der Perlgrasfalter (C. arcania) wiederangesiedelt – an einem Ort, wo er in den 1970er Jahren vorkam, in den letzten Jahren aber verschollen war.