Schmetterlingsprojekt Gentner (Eglisau und Hüntwangen)

Projektverantwortliche: Simone Bossart

Das Naturschutzgebiet „Gentner“ (ca. 7ha) umfasst verschiedene Biotoptypen wie Waldrand, „alte“ Magerwiesen, Bahnborde, neu geschaffene Magerwiesen und Ruderalflächen sowie Bereiche, die nach dem Kiesabbau mit nährstoffarmem Substrat rekultiviert und nach Naturschutzkriterien gepflegt wurden.

Schon seit 2001 werden im Gebiet Gentner im Rahmen des Schmetterlingsprojektes zahlreiche Aufwertungs- und Artenförderungsmassnahmen unternommen.

Mit dem Ziel, das vielfältige Mosaik an Landschaftselementen in einen optimalen Lebensraum für Schmetterlinge zu verwandeln, lichtet der Schmetterlingsverein mit Unterstützung der Forstverwaltung Eglisau und der Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich in diesem Projekt Wälder auf, pflegt Waldränder, bekämpft Problempflanzen, organisiert eine faunengerechte Mahd, bringt – sofern nötig – Raupenfrass- und Nektarpflanzen aus und legt neue Magerwiesen an.

Speziell gefördert werden das Esparsetten-Widderchen (Z. carniolica), der Perlgrasfalter, der Idas-Bläuling (L. idas), der Silbergrüne Bläuling (P. coridon) und der Zwergbläuling (C. minimus).

Der ehemals im Gebiet vorgekommene Perlgrasfalter wurde nach einer optimalen Vorbereitung des Lebensraumes wieder angesiedelt. Seither fliegt er in konstanten Beständen.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit und Absprache mit der Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich umgesetzt. Für die Waldauslichtungen und die Mahd der Wiesen wird mit der Forsverwaltung Eglisau zusammengearbeitet.
transp

gentner1 coenonympha_arcania_ar
transpFoto: S. Bossart
transpEine der Trockenwiesen mit angrenzendem Lichten Wald –
transphier fliegt der wieder angesiedelte Perlgrasfalter.

transpFoto: A. Rey

transpPerlgrasfalter (C. arcania)